Die Umsetzung

Im November 2007 reiste die Vereinsvorsitzende erneut nach Guatemala, um dort in Panajachel am Lago Atitlán den Aufbau der Tagesstätte persönlich zu übernehmen.

Nachdem geeignete Örtlichkeiten und Personal gefunden waren, eröffnete die Guardería Cenicienta am 15. Januar 2008 ihre Pforten.

In einem angemieteten Haus mit Garten wurden seitdem 25 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren von einer oder zwei Lehrerinnen und zwei Tagesmüttern betreut und unterrichtet. Ein durchorganisierter Zeitplan regelt den Projekt-Alltag. Der  abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährungsplan ist Teil der Gesundheitsvorsorge, die durch regelmäßige ärztliche Kontrolle abgerundet wird.

Unser Verein kommt für alle anfallenden Kosten auf.

Die Mütter zahlen, sofern es ihnen finanziell möglich ist, einen Obolus in Höhe von 10 Quetzales  (umgerechnet ca. 1 Euro) pro Monat und Kind.

In 2009 entschlossen wir uns zu einer Zusammenarbeit mit dem guatemaltekischen Erziehungsministerium (Ministerio de Educación Mineduc) und unsere Einrichtung wurde Teil des Programmes PAIN (Programa de Atención Integral a Niños). Leider mussten wir im Laufe der Zeit feststellen, dass die Arbeitseinstellung der von dort entsandten Lehrerinnen stark zu wünschen übrig ließ und die Korruption auch vor uns nicht Halt machte. Alle Versuche, uns bei der Regierung Verhör zu verschaffen und Aufklärung und Kontrolle zu erzielen, blieben erfolglos, weshalb wir uns zum Ende des Schuljahres 2013 entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem Mineduc einzustellen.

In 2010 kauften wir ein Grundstück und sparten fortan für den Bau eines eigenen Haus, damit zum einen das Geld für die Miete nicht einfach verpufft, sondern sinnvoll z.B. in die Anstellung einer zusätzlichen Tagesmutter investiert werden kann, zum anderen waren in dem Mietshaus inzwischen durch niemals fertig gestellte Umbaumaßnahmen seitens des Vermieters die Arbeitsbedingungen sehr erschwert und die Verletzungsgefahr für die Kinder groß.

Im Februar 2013 konnten wir endlich mit dem Bau unseres Hauses beginnen und obwohl die Arbeiten andauern, konnten wir im September die eigenen Räumlichkeiten bereits beziehen.

 Unsere Arbeit endet nicht, wenn die Kinder in die Schule kommen. Wir halten, soweit möglich, den Kontakt zu den Familien der ehemaligen Cenicienta-Kinder.
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Kinderfeste
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Fußball-Turniere
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wöchentliche Besuche in der Bibliothek
sind nur einige der Angebote, die gerne angenommen werden. Selbstverständlich sind wir auch weiterhin unterstützend für die Mütter da. Damit haben wir zum einen die Kontrolle, dass die Kinder auch tatsächlich die Schule besuchen, zum anderen sind wir für sie nach wie vor Ansprechpartner bei Problemen.

Inzwischen betreuen wir über 30 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren außerhalb der Einrichtung. 

Wir sehen die Tagesstätte als Plattform für die Kommunikation unter den Müttern, um sich  gegenseitig zu helfen und gemeinsam Probleme zu bewältigen. Wir geben Hilfestellung bei Behördengängen und haben immer ein offenes Ohr. Die Mütter erhalten in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zu relevanten Themen wie Verhütung, Ernährung, Hygiene und alle Fragen rund ums Kind.

Wir geben Frauen die Chance, ihre Kinder von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 7 bis 17 Uhr zu uns zu bringen, um Berufen nachzugehen. Damit sind sie in der Lage, selbst für den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sorgen und nicht dem Zwang unterlegen, sich umgehend einen neuen Partner und damit Ernährer suchen zu müssen.

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